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SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD |
Erfahrung schon seit
1987
Für Mitglieder
gesetzlicher Krankenkassen
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen
gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.
Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie
ARTERIITIS GRANULOMATOSA
(Arteriitis-granulomatosa)
Manche Autoren schreiben den Begriff "Arteriitis granulomatosa" auch mit Bindestrich (Arteriitis-granulomatosa)
Synonyme sind (= weitere Bezeichnungen für die gleiche Krankheit):
Bei der Arteriitis granulomatosa handelt es sich um eine En tzündung hpts. der Schläfenschlagader, häufig sind aber auch noch andere Äste der oberen Aorta (= die von der linken Herzhälfte abgehende Hauptschlagader als Stammgefäß des großen Kreislaufs) beteiligt. Betroffen können einzelne, mehrere oder alle Schichten der Arterienwand sein (Endarteriitis, Mesarteriitis, Periarteriitis oder Panarteriitis).
Die Arteriitis granulomatosa tritt hauptsächlich im höheren Lebensalter auf. Frauen sind etwa 3-5fach häufiger betroffen als Männer. Bezüglich der Häufigkeit besteht interessanterweise ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. So erkranken in Dänemark ca. 12 mal mehr Einwohner als in Spanien.;
Ursache der
Arteriitis granulomatosa ist die
Ri
esenzellen-Arteriitis
(R
iesenzellen = besonders große
Zellen mit mehreren, meist unförmigen und gelappten Kernen als Folge einer
Zellteilungsstörung), die vorwiegend
neben der Arteria (A.) granulomatosa
(= Schlagader an der Sch
läfe)
auch die A. carotis externa
(= äußere Halsschlagader) und die A.
centralis retinae (=
Schlagader im Auge) befallen kann.
Der anhaltend bohrende, in seiner Intensität wechselnde
Kopfschmerz (hauptsächlich
Schläfenschmerz), tritt meist im Rahmen eines allgemeinen Krankheitsgefühls
auf. Häufig besteht auch ein
Muskelschmerz und ein
Gelenkschmerz. Die Schläfenarterie ist typischerweise druckempfindlich und
verhärtet. Morgendliche
Schmerzen beim
Kauen können ein frühes Krankheitszeichen sein.
Ein Verdacht auf eine Arteriitis granulomatosa besteht auch bei
einer seit langem bestehenden Ermüdbarkeit mit Krankheitsgefühl, Anorexie
(= Verlust des Nahrungstriebes, auch Appetitlosigkeit,
Magersucht), erhöhte Körpertemperatur
oder Fieber. Die Krankheit kann auch zu einer Mangeldurchblutung der
Kaumuskulatur und damit zur sog. Claudicatio mastica
toria
(= Kaumuskelschwäche)
führen. Häufig verstärkt sich dann
die
Schläfenschmerzen
bei Kaubewegungen.
Die Blutsenkung (BKS) und das CRP (= C-reaktives Protein) sind regelmäßig stark erhöht. Der Nachweis der Krankheit erfolgt histologisch (= durch mikroskopische Gewebeuntersuchungen).
Schon der Verdacht auf eine
Arteriitis granulomatosa zwingt
wegen der Gefahr der Erblindung (Befall der A. centralis retinae) zur sofortigen
Kortisonbehandlung. Als Einstiegsdosis werden 100mg Prednisolon täglich
empfohlen, jeweils nach 5 Tagen wird dann um 10 mg reduziert. Der therapeutische
Fortschritt kann an der Blutsenkung am CRP-Wert ersehen werden.;
Nach einer neueren Studie ist bei Arteriitis granulomatosa eine
Kombination mit Methotrexat der Monotherapie
(= Behandlung mit einem
Wirkstoff) mit Cortison überlegen.
Unter der Kombination kam es seltener zu Rückfällen der Erkrankung und die
Behandlungsdauer konnte wesentlich verkürzt werden. Bedeutsam ist auch, daß
durch den Einsatz von Methotrexat die Cortison-Dosis reduziert werden konnte.
Manchmal verbleibt ein
Schmerz trotz einer adäquaten Therapie der Arteriitis-granulomatosa,
so daß dann die
spezielle Schmerztherapie gefragt ist. Sehr hilfreich ist in diesen Fällen
eine konsequente, zwei Mal tägliche (auch an Wochenenden)
therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel) über
einen Zeitraum von 10-14 Tagen. Dabei
wird die Schläfe mit einem lang wirkenden Lokalanästhetikum
(= örtliches Betäubungsmittel)
infiltriert und der zugehörige Nerv (Nervus auriculotemporal
is) blockiert. Der N. auriculotemporal
is ist ein Endast des N. mandibularis (= Unterkiefernerv)
und dieser kann durch die Incisura mandibulae
(= Einbuchtung zwischen Gelenk-
u. Kronenfortsatz des Unterkiefers)
hindurch erreicht werden.
Wiederholte Blockaden des
Ganglion stellatum
(= vegetative Schaltstelle im
seitlichen Halsbereich) mit einem
lang wirkenden
Lokalanästhetikum können ebenfalls sehr hilfreich sein,
optimal kontinuierlich mit Katheter.
Der große Vorteil dieser Maßnahmen liegt darin, daß dadurch auch die
Arterienwand deutlich besser durchblutet wird und eine gute Durchblutung wirkt
jeder En
tzündung kausal
(= ursächlich)
entgegen.
Daß
Lokalanästhetika auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich
wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie
hier.
Nach einer Mitteilung der Ärztezeitung sind Patienten mit Arteriitis granulomatosa offenbar stark gefährdet, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu bekommen. Bei vielen Patienten ist die Ri esenzellen-Arteriitis an einer sichtbar verdickten und stellenweise verhärteten Schläfenarterie gut zu erkennen. (Quelle: http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/10/25/191a0103.asp?cat=/medizin)
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Impressum Aktualisiert:>07.09.2009</>